Der Ministerpräsident

Der Ministerpräsident (Erzählung)

Buchtitel:

Der Ministerpräsident

Autorin:

Anne Birk

Literarische Gattung:

Erzählung

© Copyright:

ROGEON Verlag

eBook-Cover:

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Kurzübersicht

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Buch-Vorstellung

Anne Birk hat sich in ‚Der Ministerpräsident‘ bereits Ende der 80er Jahre eines Themas kritisch und vorausschauend angenommen, welches bei vielen erst durch die jüngsten Prominenten-Bücher wie jene von Gerard Depardieus Sohn Guillaume (‚Im Schatten meines Vaters‘) und zuletzt insbesondere durch Helmut Kohls Sohn Walter (‚Leben oder gelebt werden: Schritte auf dem Weg zur Versöhnung‘) in ein breiteres Licht der Öffentlichkeit gelangt ist: das schwierige Heranwachsen im Hause einer international bekannten (politischen) Persönlichkeit.

Anne Birks Erzählung ‚Der Ministerpräsident‘ schildert den langen und schmerzvollen Weg durch und v.a. heraus aus dem Schatten eines (über-) mächtigen Elternteils, hinein in eine eigene Existenz, eine wirklich eigenständige Persönlichkeit. Dabei beschreibt sie die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit als eine notwenige Basis für ein selbstbestimmtes und freies Leben, welches nicht (mehr) von der Macht und vom Ruhm der Eltern erstickt wird. Der Weg heraus aus der Opferrolle hin zu einem gesunden Selbstbewusstsein und damit einem Stück innerer Versöhnung führt weg von der Verdrängung, weg von einer Stigmatisierung als ‚Tochter/ Sohn des…‘, weg von innerer Abhängigkeit und schließlich weg von der Unterordnung des gesamten privaten Familienlebens unter ein (scheinbares) öffentlich-politisches Wohl und Interesse.

Anne Birks Protagonistin muss dazu auch das Denkmal des eigenen Vaters vom Sockel stoßen. Birk gelingt es, diesen diffizilen Prozess u.a. deshalb glaubhaft kritisch zu beleuchten, weil sie das zentrale Dilemma nicht nur (anklagend) an der Figur des berühmten Vaters, sondern primär auch an der Protagonistin selbst festmacht: ein implizites Dilemma zwischen dem Weg der Exzession, dem ‚Schweben-über-den-anderen‘, dem ‚etwas-Besseres-und-Mächtigeres-sein‘ einerseits (vereinfacht die Richtung von Guillaume Depardieu), und andererseits einem kritischen-gesunden Hinterfragen und einem schwierigen Finden der menschlichen Essenz seiner berühmten Eltern und v.a. seiner selbst (in gewisser Weise der Weg von Walter Kohl). Ein Dilemma zwischen zwei Wegen, die nur scheinbar grundverschieden sind, welche aber doch sehr nahe beieinander liegen.

Eine weitere Parallele von Anne Birks Erzählung ‚Der Ministerpräsident‘ findet sich auch in Julia Albrechts und Corinna Pontos Buch ‚Patentöchter: Im Schatten der RAF – ein Dialog‘: die kritische Auseinandersetzung mit der Täterschaft innerhalb der eigenen Familie, und die damit verbundene notwendige Überwindung der natürlichen Protektion eines Familienmitglieds. Interessant ist diese Parallele insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass Anne Birk zusammen mit der zwei Jahre älteren späteren RAF-Aktivistin Gudrun Ensslin in einer Jungschargruppe war; beide – Ensslin und Birk – wuchsen in Tuttlingen auf; trotz der Nazi-Mittäterschaft in ihrer jeweiligen Familie hat sich Anne Birk aber nicht für den radikalen, gewalttätigen Irrweg von Ensslin und der RAF entschieden, sondern für eine demokratisch-kritische, nachhaltig konstruktive, und v.a. auch für eine friedliche Auseinandersetzung mit diversen gesellschaftlichen Herausforderungen.

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung des ROGEON Verlags)

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Erschienene Auflagen & Ausgaben

Auflagen und Ausgaben von ‚Der Ministerpräsident‘:

eBook (in Bearbeitung)
ROGEON Verlag

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1. Print-Auflage
Alkyon Verlag
ISBN-10: 3-926541-09-1
ISBN-13: 978-3-926541-09-3
Erscheinungsjahr: 1989
168 Seiten
Broschiert
Restposten verfügbar

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Anne-Birk-Der-Ministerpraesident-Buch-Umschlag-Alkyon-Verlag-ISBN-9783926541093-Front-Vorderseite
Anne-Birk-Der-Ministerpraesident-Buch-Umschlag-Alkyon-Verlag-ISBN-9783926541093-Back-Rückseite

Die erste Print-Auflage enthält neben der Erzählung ‚Der Ministerpräsident‘ auch die zweite Erzählung ‚Bernies Bergung‘.

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Pressestimmen & Rezensionen

Im Folgenden finden Sie einen Abdruck ausgewählter Pressestimmen & Rezensionen zu ‚Der Ministerpräsident‘ von Anne Birk:

| in Bearbeitung |

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Inhalt des Buches

Leseproben | Textauszüge

Leseproben (Textauszüge) aus der Erzählung ‚Der Ministerpräsident‘ von Anne Birk:

»…Jetzt mußte ich erfahren, daß dieser Glanz nicht wärmte, daß er die anderen in einem gewissen Abstand zu mir ver­harren ließ, daß er eine besondere Art von Einsamkeit ent­stehen ließ…«

»…Wie kam mein Vater zu der Annahme, das Familienleben des Mannes, der ihm so vergleichbar war, sei in Wahrheit so unvergleichlich anders? Wird im Leben eines Politikers allmählich alles, auch die Familie, nur ein Stück der Vor­zeige- und Herzeigewelt, lebt er nur noch für dieses Vor- und Herzeigen…«

»…Was hätte ich meinem Vater vorzuhalten, wo mich schon ein Streiflicht des Her­ausgehobenseins in ein solches Fieber versetzen konnte? Wie muß sie einen erst verändern, die Macht, wenn man wirklich an ihr Teil hat, welchen Preis bezahlt man, ist man bereit zu bezahlen, um sie sich zu erhalten?…«

Weitere Leseproben aus 'Der Ministerpräsident' anzeigen:

»…Du hast dich so nachlässig in meinen großen Ateliersessel gelehnt und gesagt: die öffentliche Meinung, was ist das anderes, als ein Instrument, auf dem man spielt? Das mag für einen Politiker angehen, aber wenn ich dar­über nachdenke, gefällt mir auch für einen Politiker dieser Satz nicht so recht. Ihr seht euch dabei so unbedingt als die Täter, die anderen sind anonyme Manövriermasse, beson­ders demokratisch kann ich diese Einstellung nicht finden…«

»…Ich hatte begriffen, daß wir für diese Bilder dreimal zum Schneider gegangen waren. Und diese Bilder, auf denen ich neben meinen Eltern oder der Prinzessin zu sehen war, hatten mich selber zur Prinzessin gemacht, weit über andere hinausgehoben, das war ein Gefühl, als hätte ich Flügel bekommen, als wäre ich über alle anderen hinweg weit hinauf- und davongeflogen…«

»…Zu Hause hatte ich oft sagen hören, wir seien etwas ande­res als die anderen. Es war immer klar gewesen, daß das heißen sollte, wir seien etwas Besseres. Ich war in keiner Weise darauf vorbereitet, daß man mir deshalb aus dem Weg gehen könnte…«

»…kann schon sein, daß er recht hat, dein Vater, und ich ein Komödiant bin, aber weißt du, ich weiß immer, wann ich spiele, wann ich eine Komödie gebe. Ob man, wie er, vor so einem Mikrophon immer weiß, ab wann man Komödie spielt – wer kann das schon sagen…«

»…Zunächst einmal scheint es für alle, auch für Kinder bereits ganz selbstverständlich zu sein, daß man anders redet als man handelt. Daß man in Mikrophone sowieso ganz anders hineinredet, als man in Wirklichkeit handelt. Es steigt in mir der Verdacht auf, daß das Handeln vielleicht sogar davon bestimmt ist, darauf gerichtet ist, den Platz am Mikrophon zu behalten…«

»…Ich war sprachlos über dieses Redewerk, in dem Onkel Arnulf mühelos so viel strapazierte Redewendungen wie „Es ist mir aus diesem Anlaß eine besondere Freude und Ehre“ bis zu „Wollen wir auch all derer gedenken, die jetzt nicht unter uns sind“, wobei Onkel Arnulf die Redewendungen in perfekt sinnloser Weise hintereinander aufmaschieren ließ, so daß ihre hohle Nichtssagendheit aufs prachtvollste deutlich wurde…«

»…Politik sei ein sachorientiertes nüchternes Geschäft, bekam ich gestern wieder einmal von dir zu hören. Du scheinst zu vergessen, daß ich mit solchen Sätzen aufge­wachsen bin. Für mich ist dieser Satz so leer wie eine von Onkel Arnulfs Seifenblasenfloskeln, die man mühelos vom kurzen rhetorischen Glanz ins Nichts befördern kann. Für mich ist wichtig, was dieses angeblich so nüchterne Geschäft aus den Leuten, die es betreiben, und ihren Kindern macht und machen kann…«

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Hörproben

Hörproben aus der Erzählung ‚Der Ministerpräsident‘ von Anne Birk:

Hörprobe aus „Der Ministerpräsident“, gelesen von Stimm- und Sprech-Trainerin Christine Kugler:

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Sie können die Erzählung ‚Der Ministerpräsident‘ beim ROGEON Verlag erwerben. Informationen zu weiteren Bezugs-, Bestell-, Leih-, Kauf- und Download-Möglichkeiten im stationären Buchhandel sowie Online Book-Stores erhalten Sie auf der Autoren-Webseite von Anne Birk über diesen Informations-Link zum Bucherwerb.

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